Hausmesse März 2012
März 20th, 2012Neues auf dem Bausektor
In Münchberg feiert die HarmonieBau ein kleines Jubiläum. Zum zehnten Mal fand diese Messe am Wochenende statt. Das Motto lautete: Mein Haus - wertstabil und sicher.
Von Helmut Engel
Das Dach gehört zu den wichtigsten Dingen des Hauses, dazu gehören auch richtig installierte Dachfenster. Fotos: Helmut Engel
Fenster sind Visitenkarten der Häuser und müssen heute nicht nur funktionell sein, sondern auch einen guten K-Wert aufweisen.
Farben sind heute Hightech-Produkte und erfüllen viele Voraussetzungen für gesundes und gemütliches Wohnen.
Münchberg - Was den Münchnern die Heimwerkermesse, ist dem Münchberger die Hausmesse der HarmonieBau, die in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfand. Die zweitägige Messe im Schützenhaus hatte das Motto “Mein Haus - wertstabil und sicher”. Nicht zuletzt aus Anlass dieses kleinen Jubiläums freute sich Geschäftsführer Jürgen Heß, zur Eröffnung viele Ehrengäste willkommen zu heißen, darunter Landrat Bernd Hering, Bezirksrat Klaus Förster, den zweiten und dritten Bürgermeister der Stadt Münchberg, Max Petzold und Thomas Agel, sowie mehrere Stadträte. Heß ging in seiner Begrüßungsansprache in die Anfänge der Messe zurück. Im September 2004 habe er die Idee zu der HarmonieBau gehabt und in Gesprächen mit Handwerkern habe sich bald deren Bereitschaft herauskristallisiert, der Öffentlichkeit die Leistungsfähigkeit der unterschiedlichen Gewerke vorzustellen und die Kunden über innovative Techniken zu informieren. Bereits im Frühjahr 2005 präsentierte sich die HarmonieBau dann das erste Mal im Autohof. In den ersten beiden Jahren war dies sogar zweimal der Fall, im Frühjahr und im Herbst. 2009 zog die Messe dann ins Schützenhaus um und fand seitdem nur noch im Frühjahr statt. Für die Betriebe hat sich das Engagement offenbar gelohnt. Das unterstreichen auch Zahlen: 2006 hatten die in der Kooperation zusammengeschlossen Handwerksbetriebe 71 Mitarbeiter, darunter vier Auszubildende, heute haben sie 83 mit fünf Auszubildenden. “Und sie würden noch mehr einstellen oder ausbilden, wenn sie geeignete Leute finden würden”, betonte Heß, der als elftes Mitglied der Dienstleister ist und sich um Finanzierung oder Behördengänge kümmert. Schließlich lautet das Motto von HarmonieBau “von der Planung bis zum Einzug alles aus einer Hand”. Heß ist gewissermaßen auch der “Kümmerer”, der alle Handwerkstermine koordiniert. Landrat Bernd Hering findet die Handwerker-Kooperation eine tolle Sache - “gerade in der heutigen Zeit, wo Werterhaltung und Wertzuwachs so wichtig ist”. Es gebe viel Substanz, die renoviert werden müsse, “und da braucht es halt den Handwerker”, sagte er. Und erhalte der Kunde noch alles aus einer Hand, sei dies für den Bauherrn nur von Vorteil. Dass es in Münchberg gute Handwerker gebe, könne er nur bestätigen: “Die Bäckerei Popp ist gerade auf der Handwerkermesse ausgezeichnet worden.” Hering bedauerte, dass es im Landkreis zu wenige Fachkräfte gibt. Dieser Mangel gelte jedoch bayern- und deutschlandweit. Deshalb sei es gut, “dass die Messe auch als Jobbörse dient”, betonte der Landrat. Er hoffe, dass sich bei den Handwerkern während der Messe geeignete Arbeitskräfte und Auszubildende über die Berufsmöglichkeiten in den einzelnen Gewerken erkundigen. Das Handwerk biete “viele gute Arbeitsplätze und tolle Aufstiegschancen”. Für Bezirksrat Klaus Förster hat sich im Baugewerbe viel geändert. Früher sei ein Fassadenanstrich “a weng weißa Farb” gewesen, heute fänden sich wärmeleitfähige Farben. So könne man mit einem Außenanstrich Energie gewinnen. Auch ein Ofen sei heute “ein Hightech-Produkt von höchster Präzision”. Angesichts der Entwicklungen im Baugewerbe stellte Förster fest: “Man braucht einfach einen Fachmann. Als Privatmann ist man da überfordert.” Wer meine, sich das alles schnell mal im Baumarkt besorgen zu können, sei auf dem Holzweg. Initiativen, wie sie sich in Münchberg gebildet hätten, seien Garanten für den Erhalt und den Zugewinn von Arbeitsplätzen in der Region. Die Politik könne nur Rahmenbedingungen vorgeben: “Die jedoch müssen überall gleich sein, damit die Menschen nicht aus der Region wegmüssen, um sich einen Arbeitsplatz zu sichern oder zu erhalten.” Förster zeigte sich überzeugt davon, dass wer in der Heimat einen Arbeitsplatz finde, nicht abwandert. Die HarmonieBau sei ein Beispiel, wie Politik mit Handwerk und Industrie Hand in Hand einhergehe.Zweiter Bürgermeister Max Petzold freute sich, dass die Messe im stadteigenen Schützenhaus stattfindet. Das Gebäude sei gemäß dem Thema noch sicher, betonte er, an der Wertstabilität aber müsse noch gearbeitet werden. Klasse fand es Petzold, dass von den zehn Gründungsmitgliedern noch keines ausgetreten sei. Der Zusammenhalt sei wichtig, man müsse sich gegenseitig helfen und befruchten. HarmonieBau habe nun schon sieben Jahre hervorragende Arbeit geleistet, “die von den Münchbergern angenommen wird”. Wichtig sei für ihn aber auch der Dienstleister, der die Fäden ziehe und die Truppe zusammenhalte. Die Ehrengäste sprachen beim Rundgang mit den Ausstellern und informierten sich über Marktneuheiten und moderne Arbeitsweisen. Gut besucht waren, besonders am Sonntag, die Filmvorführungen und Informationsveranstaltungen über den besonderen Dachziegel, den “Katalysator auf dem Dach”, und die wärmeleitfähige Farbe. Auch die Vorführung mit der Wärmebildkamera stieß auf großes Interesse unter den Messebesuchern, dazu passte der Vortrag “Richtig heizen und lüften”.
Man braucht einfach einen Fachmann. Als Privatmann ist man überfordert.
Bezirksrat Klaus Förster
Fröhliche Ostertage
März 20th, 2012Die Frage stellt sich nebenbei:
„Wie kam der Hase an das Ei?“
Gelegt hat er es sicher nicht -
auch einiges dagegen spricht,
dass er mit Hühnern hat ´nen Deal.
Doch wie passt dann der Has´ ins Spiel?
Ein Götterbote – liest man dann
war früher er – fing´s damit an?
Dem Ei und ihm sei eins gemein -
ein Fruchtbarkeitssymbol zu sein.
Vor Jahren brachten Kuckuck, Hahn
und auch der Fuchs noch Eier an.
Der Has´ behielt die Oberhand -
ist nun bekannt in Stadt und Land.
Warum auch immer er erwählt -
das einzige was wirklich zählt
ist dass man eines nicht vergisst:
Dass Christus auferstanden ist.
Eiszapfen
März 4th, 2011Eiszapfen und Eisrampen im Bereich der Dachrinnen setzen Gebäuden merklich zu. Was für den einen ein Gefühl von winterlicher Harmonie und bizarre Schönheit darstellt, ist für viele Haus- bzw. Immobilienbesitzer, oft ein Fluch.
Der Winter 2010/2011 hat es uns mal wieder gezeigt, Klimaerwärmung heißt im Klartext – Klimaveränderung. Der Winter kommt und geht nicht nach irgendwelchen Kalendern oder Prognosen, sondern zeigt uns wie unberechenbar und gnadenlos, aber auch wie romantisch und schön er doch sein kann.
So stellen wir uns den Winter vor, ordentlich Schnee zum Rodeln für die Kinder, unbegrenztes Wintersportvergnügen bei Skiabfahrt und Langlauf, Schlittschuhfahren auf den Teichen. Romantische Kuschelatmosphäre am Abend und natürlich weiße Weihnachten. Entspannt zurücklegen in wohlig geheizten Räumen, Ruhe und Behaglichkeit und natürlich überschaubare oder gar niedrige Heizkosten.
Doch nur der – der seine Gebäude auf den heutigen Wohnstandard, unter Berücksichtigung der Klimaveränderung wie zum Beispiel: extreme Kälte und Schneefälle – verbunden mit Eiszapfenbildung und Wasserrückstau, starken Regen, Überschwemmungen, Sommerhitze, Sturm und Hagel, vorbereitet ist, erfährt die wahren Winterfreuden.
Für alle anderen ist es Stress. Die merkliche Anspannung von Gebäudebesitzern, Wohnungseigentümer und Mieter zehrt an der Lebensqualität. Unzufriedenheit, Angst und Ärger machen sich breit.
Die Schneemengen des Winters setzen uns zu. Sie als Haubesitzer können und wollen sich ihrer Verantwortung für die Sicherung von Wohn- und Mieteigentum, sowie für Verkehrswege nicht entziehen. Doch die Kosten für Sicherungsmaßnahmen, wie Eiszapfen und Eisrampen entfernen sind hoch und letztendlich gilt es nicht „nur“ – den Bestandsschutz des Gebäudes zu sichern, sondern auch das abmildern oder vermeiden von Gebäudeschäden und nachfolgenden Reparaturen sind mit einzukalkulieren. Ebenso gilt es Personen- und Sachschäden - verbunden mit drohenden Rechtsstreitigkeiten - zu vermeiden. Dies sind lästige Pflichtaufgaben, die Ihnen als Gebäudebesitzer ebenfalls gegenüber stehen.
Wer jedoch Abhilfe oder gar Selbsthilfe betreiben will, sieht sich einem hohen Maß an Gesundheitsgefahren, gefährlichen Arbeiten gegenüber, die wiederum Ängste und Sorgen hervorrufen.
Was geschieht eigentlich mit unseren Gebäuden? Wie kommt es zu solchen Schadensbildern?
Die Antwort gibt das Gebäude selbst, durch die jeweilige Bauart und Nutzung. Bei starken Schneefällen bildet sich, bei gewissen Dachformen und Nutzungssituationen, eine zweite Wärmedämmschicht. Diese besteht aus einer starken oft geschlossenen Schneehaube über das gesamte Dach.
Gebäudewärme dringt nun durch die schlecht oder nicht vorhandene wärmegedämmten Dachflächen nach außen. Dort angelangt, kann die Wärme weniger schnell durch die Schneedecke abstrahlen als neue Wärme nachströmt. Ergebnis - Schnee wird an der Unterseite im Auflagebereich zur Dachfläche angetaut, läuft nach unten in Richtung Dachrinne und kühlt in dem von Kaltluft umspülten Bereich stark ab und gefriert. Die Folge sind vereiste Dachrinnen, die sich zur Eisbarrieren aufbauen und wie Staumauern das weiter aufgetaute Wasser der Schneedecke aufstauen. Dacheindeckung aus überlappten Schiefern, Ziegel oder Schindeln sind keine Abdichtungen wie im Flachdachbereichen, wo selbst stehendes Wasser keine Schäden hervorrufen. Bei Dacheindeckungen sind schnell die Überdeckungen förmlich über- und unterspült. Vordeckungen und Dachpappe können diesem Wasserschwall in aller Regel nicht mehr standhalten. Die Schadensfolge ist unvermeidbar. Das nicht ablaufende Wasser dringt nach innen und schädigt das Gebäude und wertvollen Wohnraum.
Doch damit nicht genug. Durch komplizierte Dachverschneidungen, Winkel und Kehlen kommt es zu einer Verschärfung der ohnehin angespannten Situation. Hier ist das Gefahrenpotenzial mit am größten. Auch Dächer mit geringer oder ohne Dachüberstand, sind besonders gefährdet. Wärme dringt zusätzlich durch die Mauergesimse, tauen Eis mit Unterstützung von Sonnenstrahlen an und lassen Eiszapfen wachsen.
Die so entstehende Gefahr durch herabfallendes Eis auf Gehwegen und/ oder Straßen ist groß. Aber auch das Gewicht von Eis (ein 10 cm starke Eisdecke wiegt bereits ca. 80 kg/m²) bergen ein hohes Maß an Schäden für Dachrinnen und Schneefanggitter, sowie an anderen Dacheinbauteilen (Solaranlagen, Photovoltaikanlagen) usw.
Wie kann man das Gebäude schützen?Welche Maßnahmen schaffen Abhilfe und rechnen sich auch finanziell?
Grundvoraussetzung für alle Überlegungen ist nicht nur eine intakte Dacheindeckung, sondern vor allen ein sicheres und funktionsfähiges Unterdach. Dieses Unterdach, meisten aus hochwertigen Schweiß- oder Dichtungsbahnen verhindern, in den meisten Fällen, einen größeren Wasserschaden. Das Hauptaugenmerk zielt jedoch auf das Verhindern und Antauen der Schneeschichten, also das Verbessern der Wärmedämmung im Bereich des Daches. So kann das Abschmelzen von Schnee vermieden bzw. kann stark abgemildert werden.
Es gibt drei Möglichkeiten ein Dach wirksam für die kalte Jahreszeit auszubauen.
Möglichkeit 1:
Bei kalten Dachböden, Dachräumen die nicht zu Wohnzwecken genutzt werden z.B. Wäscheboden, ist die Wärmedämmung der obersten Geschossdecke sicherlich die wirtschaftlichste Lösung. Der Nachteil, bei dieser Variante ist jedoch das man häufig nicht alle Bauteile mit effektiv mit einbeziehen kann. Treppenhäuser oder Mansarden müssen hier separat hochgedämmt werden.
Möglichkeit 2:
Bei der sogenannten Zwischensparren-Wärmedämmung, wird die Wärmedämmung meist von innen zwischen den Holzsparren des Dachstuhls eingebaut und wenn möglich, zusätzlich mit einer sogenannten Unterzug-Wärmedämmung versehen. Der Nachteil bei dieser Variante wie auch bei der vorherigen - müssen die Räume ungenutzt sein. Ein weiterer Nachteil, der Wohnraum wird verengt durch Schichtenaufbau in den Raum. Bei dieser Art der Wärmesanierung entsteht relativ viel Schmutz und Feinstaub, die Räume sind dann während der Bauphase nicht zu bewohnen.
Auch der Einbau von Außen ist möglich, hierbei wird der Sparrenzwischenraum von Dachseite ausgefüllt. Der Nachteil besteht darin, das meist die Dachschalung abgenommen werden muss. Auch hier ist die Anschlussproblematik an Bauteilen häufig ein Problem.
Möglichkeit 3:
Die Aufdachsparren-Wärmedämmung hat den Vorteil, dass alle Arbeiten von außen erledigt werden, somit bleibt der Wohnraum sauber und weiter bewohnbar. Zusätzlich legt sich die Aufdachwärmedämmung wie ein Schutzmantel über die gesamte Dachfläche, Holzverfachungen, Kniestock und verwinkelte Drempel, Spitzboden werden komplett und effektiv mit Wärmedämmung überdeckelt. Gerade bei diesem System zeigte sich im Winter 2010/11 keine mir bekannten Schäden durch Tauwasserbildung und Eiszapfen.
Ein Beweis dafür wie effektiv man Gebäude auch unter schwierigsten Wetterbedingungen behaglich warm bekommen kann und dabei auch noch Heizkosten sparen kann.
Richtige Wärmedämmungssysteme rechnen sich und bezahlen das neue Dach durch Heizkostenersparnisse von selbst.
Bei einer Heizkostenersparnis mit den richtigen Wärmedämmsystem, reduziert man nachweislich die Heizkosten um mehr als 1/3. Das rechnet sich auf die Jahre, denn die Heizkosten werden nicht günstiger. Zusätzlich kann man die Handwerkerkosten von der Steuer absetzten.
Und was gut für Ihren den Geldbeutel ist, steigert auch noch gleichzeitig den Wert der Immobilie und die Lebensqualität. Hausbesitzer, Mieter und Wohnungseigentümer können beruhigt aus dem Fenstern schauen.
Denn: Der nächste Winter kommt bestimmt!
Und wenn der mal ausfällt (Klimaerwärmung): Besonders Aufdachwärmedämmungen schaffen bei sommerlicher Hitze angenehme kühle Räume und Sie haben das ganze Jahr ein gesundes Raumklima.